Arbeitseinsatz in den Trockenhängen am Petersberg

Diese offenen Flächen in exponierter Lage auf nährstoffarmen Böden bieten hier vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten einen wertvollen Lebensraum. Besonders hervorzuheben ist die hohe Anzahl an verschiedenen Schmetterlingsarten, von denen etwa 20 Arten streng an diese trockenen Biotopstrukturen gebunden sind. Zudem hat das Ergebnis einer 2015 durchgeführten Wildbienenkartierung gezeigt, wie einzigartig die Trockenhänge Petersberg für Wildbienen sind. So wurde mit 83 Wildbienenarten eine ungewöhnlich hohe Anzahl nachgewiesen, von denen die Sandbiene und die Wespenbiene aktuell ausschließlich von diesem Standort in Mecklenburg Vorpommern bekannt sind.

In der Vergangenheit ist das Gebiet jedoch trotz Schafbeweidung durch Kiefernanflug und Ginsteraufwuchs zunehmend verbuscht. Der Pächter der Fläche, der Schäfer Roger Meyer zur Capellen, hatte zwar in den vergangen drei Jahren durch Eigenleistung schon viele Gehölze entnommen, doch die Beseitigung der Ginstersträucher war für ihn alleine nicht mehr leistbar. Die Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern, die Eigentümerin des Großteils der Flächen im Naturschutzgebiet ist, hatte daher zu diesem Arbeitseinsatz aufgerufen.

Durch 24 freiwillige Helfer, ausgerüstet mit Astschere, Freischneider und Motorsäge, konnten ca. 2 ha Fläche vom Ginster befreit werden. Die Gemeinde Pinnow beteiligte sich unter anderem mit der Bereitstellung eines Multicars und eines Fahrzeugs mit großer Ladefläche, womit das zusammengehäufte Schnittgut vom Bürgermeister persönlich und einem Gemeindemitarbeiter zur zentralen Feuerstelle gefahren und verbrannt wurde. Am Ende des Arbeitseinsatzes waren alle Helfer sichtlich erschöpft, aber auch sehr zufrieden. Allen hat es enorm viel Spaß gemacht, so dass gleich vor Ort noch beschlossen wurde, im nächsten Jahr erneut einen solchen Arbeitseinsatz durchzuführen. Es wäre schön, wenn sich dann noch sehr viel mehr freiwillige Helfer an dieser Aktion beteiligen würden.

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