Aktuelle Projekte mit Beteiligung der Stiftung

Projekt

Kopfweiden Kuppentin - Erhalt von Brutbäumen des Eremiten

Der Erhalt von alten Kopfweiden, die als Brutbäume der seltenen Käferart Eremit dienen, ist Ziel eines durch die Stiftung durchgeführten Projekts nach Naturschutzförderrichtlinie (NatSchFöRL) M-V. Im Rahmen des Projekts ließ die Stiftung insgesamt 43 zum Teil sehr alte und knorrige Kopfweiden entlang des Kuppentiner Mühlbaches auf den Kopf setzen. Im Februar 2019 wurden bereits 28 Bäume geschnitten, nun folgten nach dem Ende der Brutzeit Anfang Oktober weitere 15 Bäume.

Zu Zeiten der bäuerlichen Landwirtschaft diente das Aufkopfsetzen der Weiden dem Ziel Ruten und Holz zum Bauen und Heizen zu gewinnen. Während der wirtschaftliche Aspekt heute gänzlich an Bedeutung verloren hat, ist der Wert der kulturhistorischen Landschaftselemente für den Natur- und Artenschutz sowie das Landschaftsbild nicht hoch genug zu bewerten. Gerade die immer seltener zu findenden imposanten Altbäume bilden einen wertvollen Lebensraum für Vogel-, Fledermaus und Insektenarten. Je dickstämmiger die Weide, desto mehr nehmen Vermulmung und Höhlenbildung und damit die Lebensraumvielfalt zu. Davon profitiert auch die seltene und unauffällig lebende Käferart Eremit. Der Bewohner mulmgefüllter Baumhöhlen ist nach Anhang II und IV der Fauna-Flora-Habitat Richtlinie europaweit geschützt und steht als Schirmart stellvertretend für eine Vielzahl weiterer hochgradig gefährdeter Bewohner von Alt- und Totholz. Die knorrigen Kopfweiden am Kuppentiner Mühlbach, nördlich von Kuppentin bilden eine der seltenen Brutstätten dieser Käferart in Mecklenburg-Vorpommern. Daher kommt ihrem Erhalt eine besondere Bedeutung zu.

Es war höchste Zeit die Bäume wieder auf den Kopf zu setzen. Die letzten Pflegemaßnahmen liegen viele Jahre zurück. Das Dickenwachstum der neuen Triebe sorgte für eine immer schwerer werdende Last des Weidenkopfes, so dass die gewaltigen Stämme der alten Weiden drohten auseinanderzubrechen. Damit es nicht wieder so weit kommt, sollte eine nächste Pflege in ca. sieben Jahren stattfinden.

Lass dich fördern

Die Stiftung fördert projekt-
bezogene Maßnahmen im
Bereich des Naturschutzes
und der Landschaftspflege
innerhalb Mecklenburg-
Vorpommerns.

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