Die Auswahl der Natur des Jahres erfolgt gewöhnlich nach der Gefährdung der Art oder ihres Lebensraumes durch den Menschen. Ziel dieser Aktion ist es, einer breiten Öffentlichkeit die Bedeutung und aktuellen Probleme dieser Arten näher zu bringen.

 

Fauna:

Der Vogel des Jahres wird bereits seit 1971 vom Naturschutzbund Deutschland benannt. Diese Naturschutzorganisation war somit die erste, die auf die Gefährdung der Tiere und Lebensräume aufmerksam gemacht hat. Dabei können einzelne Tiere auch mehrfach gekürt werden.

Der Fisch des Jahres wurde von 1984 bis 1990 durch die Petri Stiftung bestimmt. Seit 1991 geschieht dies durch den Verband Deutscher Sportfischer e. V. (VDSF).

Der Schmetterling des Jahres wird seit dem Jahre 2003 durch die vom nordrhein-westfälischen Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands gegründete BUND NRW Naturschutzstiftung ausgezeichnet.

Das Kuratorium Insekt des Jahres des Deutschen Entomologischen Instituts (DEI) in Eberswalde und das Julius Kühn-Institut (JKI) - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Braunschweig rufen seit 1999 jährlich das Insekt des Jahres aus. Hierbei spielt nicht nur die Gefährdung der Art, sondern auch die Wirkung auf den Menschen eine Rolle.

Die Schutzgemeinschaft Deutsches Wild, eine Organisation zur Erhaltung der freilebenden Tiere, wählt jährlich seit 1992 eine der zahlreichen aktuellen Arten zum (Wild)-Tier des Jahres, auf das in der Öffentlichkeit besonders hingewiesen werden soll.

Die Spinne des Jahres wird seit dem Jahre 2000 jährlich durch die Arachnologische Gesellschaft e. V. (AraGes) ausgerufen. Aufgrund der Wirkung der Spinnen auf viele Menschen, werden meist sehr auffällige oder interessante Arten gewählt.

Das Kuratorium Weichtier des Jahres ruft jährlich seit 2003 das Weichtier des Jahres aus, um auf den Rückgang dieser Tiere aufmerksam zu machen.

Das Haustier (Nutztier) des Jahres wird seit 1984 jährlich durch die Gesellschaft zur Erhaltung alter gefährdeter Haustierrassen (GEH) benannt, um auf den Rückgang dieser Kulturrassen hinzuweisen und Landwirte zu ermuntern, die Rasse vor dem Aussterben zu bewahren.

Der Lurch oder das Reptil des Jahres wird seit dem Jahre 2006 durch die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DHGT) gekürt. Lurch und Reptil sollen eigentlich jährlich abwechseln gewählt werden. Eine Ausnahme bildete das Jahr 2008. Hier wurde erneut ein Lurch gewählt aufgrund des internationalen "Jahr des Frosches".

 

 

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