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16.10.2009
Am 14. September 2009 fand die offizielle symbolische Übergabe des Kompensationsflächenpools Koblentzer Seewiesen an die Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V statt. Wegen der bundesweiten Einmaligkeit der Übertragung einer Kompensationsfläche aus einem öffentlichen Vorhaben an eine Stiftung wurde die Übergabe in einem festlichen Rahmen mit Beteiligung von Ulrich Kasparick (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung), Volker Schlotmann (Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung M-V), Dirk Brandenburger (Technischer Geschäftsführer der DEGES), Parlamentariern des Landtages M-V sowie Stiftungsvorstand und Stiftungsgeschäftsstelle abgehalten. Einen sehr interssanten Beitrag hierzu finden Sie auf der Homepage der DEGES unter der Überschrift "Bau- und Entwicklungsphase der Koblentzer Seewiesen erfolgreich abgeschlossen"
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12.10.2009
BUGA 2009 in Schwerin
Vom 23. April bis 11. Oktober 2009 war die Stiftung mit einem kleinen Stand auf der BUGA in Schwerin vertreten.
Wesentliches Anliegen der BUGA-Präsenz der Stiftung war es, die bisher eher in der Allgemeinheit zu wenig bekannte Stiftung ins Augenmerk der interessierten Öffentlichkeit zu rücken und ihren Zweck und ihre Leistungen attraktiv darzustellen. Hierfür hat sich die Stiftung für die exemplarische Darstellung des Lebensraums „Moor“ entschieden.
Unter dem Motto:
"Die Schätze bewahren"
wurde auf einer attraktiven, wenn auch räumlich begrenzten Ausstellungs-fläche im Warmhaus im Küchengarten anhand von symbolhaften Objekten, wie Schatztruhe oder überdimensionalen Tiermodellen, die Stiftungsarbeit vorgestellt. Es wurden drei ausgewählte Naturschutz-flächen, allesamt Moorflächen der Stiftung, veranschaulicht und moorspezifische Arten (Moorfrosch, Libelle, Große Listspinne) insbesondere für Kinder interessant und spielerisch dargeboten.
Ein weiteres Ausstellungsmodul, welches sich primär an die erwach-senen Ausstellungsbesucher wendet, setzt die Idee der Übernahme von Patenschaften für konkrete Naturschutzflächen der Stiftung (Darzer Moor, Teufelsmoor bei Horst und Grambower Moor) als dauerhafter Garant zur Bewahrung dieser Schätze um. Näheres zu dieser Aktion finden Sie im Menü unter "Naturschutzpate".
Besonderer Dank der Stiftung gilt dem Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V sowie der Firma Schelfbau, welche die Dauerausstellungsfläche für die Stiftung kostenfrei zur Verfügung stellten. Darüber hinaus richtet sich der Dank der Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V an die NUE, die durch ihre großzügige Förderung die Finanzierung der BUGA-Präsenz maßgeblich ermöglicht hat.
07.08.2009
Ein kleiner Edelstein für Kaninchenwerder
Die Streuobstwiese auf der Insel Kaninchenwerder hat Zuwachs bekommen: Einen Apfelbaum der Sorte Topaz, den die Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern bei einer REWE-Aktion gewonnen hat. Seit der Gründung des Vereins Naturschutzstation Zippendorf e. V. ist die Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mitglied bei der Naturschutzstation Zippendorf, die die Streuobstwiese auf Kaninchenwerder seit 2003 betreut und dort ein "Grünes Klassenzimmer" für den Unterricht in der freien Natur eingerichtet hat.
Topaz ist eine noch relativ neue Apfelsorte, die 1984 in Tschechien gezüchtet wurde. Hervorzuheben ist die Schorfresistenz dieser Sorte. Topaz ist gut für den Bio-Anbau oder den Hausgarten geeignet, weil der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wegen der geringen Krankheitsanfälligkeit nicht erforderlich ist. Die Äpfel sind mittelgroß und meist gelb, weisen aber oft auch große rot gestreifte Farbanteile auf, saftig und leicht süß-säuerlich, das Fruchtfleisch ist fest, feinzellig und knackig.
(Foto: Ronald Sandner)
Katja Häuser-Brendemühl von der Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V pflanzt mit den beiden Zivildienstleistenden der Naturschutzstation Zippendorf, Enne Wittenhagen und Martin Hovemann den Apfelbaum auf der Streuobstwiese auf Kaninchenwerder.
05.06.2009
Wanderung ins Grambower Moor
Bei sommerlichen Temperaturen fanden sich an beiden Tagen jeweils rund 100 Personen am Treffpunkt ein, um gemeinsam unter fachkundiger Führung des Fördervereins Grambower Moor e. V. das Moor zu durchwandern.

Von dem großen Interesse positiv beeindruckt, wurden die Besucher in zwei Wandergruppen entlang der wunderschönen Natur auch abseits des Moorpfades geführt. Zwischen den fachlichen Erläuterungen über die Entwicklung des Moores, dem geschichtlichem Torfabbau und der Wirkungsweise der Torfmoose, welche eine enorme Menge an Kohlendioxid, Methan und Lachgas über Jahrtausende speichern, blieb auch immer wieder Zeit für schöne Fotos.

Sumpfcalla .....................Wollgrasblüte
16.04.2009
Entdeckungstouren 2009
Die ersten Termine für die Wanderungen über Stiftungsflächen in diesem Jahr stehen fest. Alle Infos hierzu findet Ihr unter Veranstaltungen.
26.09.2008
Herbst-Entdeckungstour 2008 führt in den Polder Rustow-Randow
Entdecken wir gemeinsam am 11.10.2008 ab 09:30 Uhr das lebendige Moor zwischen Demmin und Loitz. Wir würden uns freuen, wenn uns viele Naturinteressierte dabei begleiten würden. Den genauen Treffpunkt und weitere Einzelheiten erfahrt Ihr auf der Veranstaltungsseite.
23.06.2008
Entdeckungstouren 2008 auf Stiftungsflächen waren ein großer Erfolg
Mit einem enormen Interesse wurde die erste Wanderung der Stiftung im Jahre 2008 bei der Bevölkerung in und um Sanitz und Tessin aufgenommen.
Am 24. Mai 2008 erkundeten 20 Naturliebhaber gemeinsam das Teufelsmoor bei Horst. Leider musste aufgrund der durch das StAUN Rostock vorgegebenen Teilnehmerbegrenzung einer Vielzahl Interessierter abgesagt werden, um eine Störung dieses sensiblen Gebieten zur Vogelbrutzeit so gering wie möglich zu halten. Bei frühsommerlicher Witterung führte Herr Dr. Bönsel, Lehrbeauftragter der Universität Rostock und durch langjährige wissenschaftliche Arbeit mit dem Teufelsmoor bestens vertraut, über den alten Lorendamm durch den drittgrößten Regenmoorkomplex in M-V. Zielpunkt war der 25 Hektar umfassende „Große Teufelssee“, der dem Hochmoor zur Stabilisierung seines Wasserhaushalts dient. An diversen Zwischenstationen wurden die Teilnehmer über Flora, Fauna, Moorgenese und vieles mehr umfassend, interessant und lebendig informiert.
Die Entdeckungstour insgesamt und der Referent im Besonderen wurden durch die Teilnehmer hoch gelobt. Im Herbst dieses Jahres ist eine weitere Führung in das Teufelsmoor geplant. Um all denen, die leider nicht an der Führung teilnehmen konnten, die Möglichkeit zu geben, den ausführlichen Informationen über eines der gelungensten Beispiele für eine eingeleitete Regenmoorrevitalisierung in M-V zu folgen.
Führung ins Teufelsmoor bei Horst
Zu zwei gemeinsam organisierten Entdeckungstouren ins Grambower Moor, dem zweitgrößten Regenmoor des Landes, luden die Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern und der Förderverein Grambower Moor e. V. am 30. Mai und 1. Juni 2008 ein.
Bei bester Wetterlage war die Wanderschar mit ca. 25 Personen am Samstag und über 65 Personen am Sonntag ausgesprochen groß, so dass am Sonntag in zwei Gruppen unterschiedliche Gebiete erkundet wurden. Herr Thiel, Herr v. Malottki sowie Herr Weiberg vom Förderverein führten das interessierte Publikum auf verschlungenen Routen und auch außerhalb der vorhandenen Wege durch das beeindruckende Moor.
Torfstiche in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, gehölzbestandene Flächen, Schwingrasen sowie der Kleine und Große Moorsee wurden hinsichtlich Pflanzen- und Tierartenbeständen und sonstigen Besonderheiten vor Ort in unterhaltsamer, aber gleichwohl wissenschaftlich fundierter Art erklärt. Ziel der Revitalisierung des Grambower Moores ist der Erhalt der zwei natürlichen Moorseen und die Wiederherstellung einer torfbildenden Regenmoorvegetation durch Wiedervernässung. Durch das Stoppen des durch Austrocknung verursachten Zerfallsprozesses des Moores, begann eine zunehmende Besiedlung mit moortypischer Flora. Flächenhafte Bestände des fruchtenden Wollgrases, blühender Sumpfporst, erste Exemplare des Sonnentau und weitläufige Sumpfcalla-Bestände boten sich den Naturliebhabern als vielfältige Fotomotive an.
Führung ins Grambower Moor

rundblättriger Sonnentau
09.06.2008
Neuer Vorstand berufen
Am 9. Juni 2008 wurden Herr Hans Jürgen Zimmermann und Herr Maik Luttmann vom Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V, Dr. Till Backhaus, zum Vorstand der Stiftung berufen und werden ab diesem Zeitpunkt die Vorstandsaufgaben übernehmen.
19.05.2008
Vorstand der Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern verabschiedet
Minister Dr. Till Backhaus würdigt langjähriges Ehrenamt
Im Rahmen ihrer Sitzung am 19.05.2008 haben die Kuratoren der Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern in Anwesenheit des Ministers für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz M-V, Dr. Till Backhaus, ihre langjährige Vorstandsvorsitzende Christel Deichmann und den stellvertretenden Vorstand Prof. Dr. Wolfgang Riedel feierlich verabschiedet.
Christel Deichmann leitete die Geschicke der Stiftung Umwelt- und Naturschutz ehrenamtlich seit April 2003 mit außergewöhnlichem Engagement und großem Sachverstand. Mit ihr verliert die Stiftung eine Vorsitzende, die auf kommunaler Ebene und als Mitglied des Bundestages (1994 – 2002) seit langem politisch aktiv ist und sich stets intensiv mit umweltpolitischen Fragen auseinandergesetzt hat. Unter ihrer Führung hat sich die Stiftung Umwelt- und Naturschutz zu einer festen Größe in Mecklenburg-Vorpommern etabliert. Nach nunmehr 5 Jahren anspruchsvoller und zeitintensiver Vorstandstätigkeit wird sich Frau Deichmann wieder vornehmlich ihrem Amt als Bürgermeisterin ihrer Heimatgemeinde Holthusen widmen.
Prof. Dr. Wolfgang Riedel übernahm im Mai 1999 das Amt des stellvertretenden Vorstands und stellte damit über lange Jahre seine vielfältigen Erfahrungen und seinen fundierten naturwissenschaftlichen Sachverstand aus seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Professor (em.) am Institut für Landschaftsplanung und Landschaftsökologie der Universität Rostock und Dekan der Agrar- und Umweltwissenschaftlichen Fakultät in den Dienst der Stiftung Umwelt- und Naturschutz. Nach seinem Rückzug aus der Lehrtätigkeit in Rostock Ende 2007 verabschiedet sich Prof. Dr. Riedel nunmehr auch von seiner Vorstandstätigkeit bei der Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V, um im heimatlichen Schleswig-Holstein seinen wohlverdienten Ruhestand zu genießen.
In seiner Dankesrede würdigt der Minister die Stiftung Umwelt- und Naturschutz als ein wichtiges Instrument des Naturschutzes und als wesentlichen Baustein für eine nachhaltige Umweltpolitik Mecklenburg-Vorpommerns. Insbesondere hebt er die große persönliche Einsatzbereitschaft der zu verabschiedenden Vorsitzenden hervor und dankt ihnen für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit.
Zur Fortführung der Vorstandstätigkeit hat sich das Kuratorium der Stiftung einstimmig für Hans Jürgen Zimmermann (Ludwigslust) und Maik Luttmann (Rostock) ausgesprochen. Mit ihnen konnten zwei naturschutzfachlich und umweltpolitisch profilierte Persönlichkeiten für die Führungsspitze der Stiftung Umwelt- und Naturschutz gewonnen werden. Nach der noch ausstehenden offiziellen Berufung durch den Minister werden sie in Kürze die Vorstandsaufgaben bei der Stiftung Umwelt- und Naturschutz übernehmen.
08.04.2008
Endlich wieder da - Entdeckungstouren auf Stiftungsflächen!
Im Jahr 2008 finden wieder 2 geführte Wanderungen im Frühling und eventuell 2 Wanderungen im Herbst auf Stiftungsflächen statt. Die Wanderungen im Frühling führen Sie am 24. Mai in das NSG "Teufelsmoor bei Horst" und gleich an zwei Tagen, am 31. Mai und am 1. Juni, in das NSG Grambower Moor. Wir würden uns freuen, wenn uns viele Naturinteressierte dabei begleiten würden.

03.07.2007
Heidepflegefonds
Geförderte Maßnahmen 2007
Naturschutzgebiet "Dünenkiefernwald am Langhagensee"
In der Zeit vom 25.05.2007 bis einschließlich 27.06.2007 weidete die Herde des Landschäfers Reinhard Egert aus Plau am See, bestehend aus ca. 80 Ziegen und ca. 30 Schafen, im NSG "Dünenkiefernwald am Langhagensee". Die gesamte Fläche wurde in verschiedenen Abschnitten beweidet. Durch den Einsatz der Ziegen war die Maßnahme sehr effektiv und wirkungsvoll, da Ziegen sich auch mit sehr kargem und zähem Futter begnügen. Zur Durchsetzung des Schutzzweckes des Naturschutzgebietes, der Erhaltung eines nutzungsgeprägten Wacholder-Kiefernwaldes, ist der regelmäßige Einsatz von Ziegen und Schafen als Landschaftspfleger sehr wichtig. Auf diesen Flächen erfolgte erstmals die Pflege mittels Förderung aus dem Heidepflegefonds im Jahr 2005.



Naturschutzgebiet "Marienfließ"
Am 30. Juni 2007 wurde der Naturlehrpfad im NSG "Marienfließ" neu eröffnet. Das NSG "Marienfließ" hat eine wechselvolle Geschichte vom Truppenübungsplatz zum Naturschutzgebiet hinter sich. Im Jahre 1996 wurde das Gebiet nach umfangreichen Beräumungsarbeiten der Öffentlichkeit übergeben und ein erster Lehrpfad eingerichtet. Da dieser nach rund 10 Jahren veraltet war, wurden neue, individuell gestaltete Lehrtafeln in Zusammenarbeit der Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V, des Forstamtes Karbow, des StAUN Schwerin, des FAL e. V. und unter Mitarbeit ehrenamtlicher Naturschützer erarbeitet und finanziert.
Heidepflegefonds
Geförderte Maßnahmen 2006
Naturschutzgebiet "Paschensee"
Vom 18.05.2006 bis zum 15.06.2006 erfolgte die Waldweide-Pflege im NSG "Paschensee" auf einer Fläche von 15 ha durch Schafe und Ziegen der Landschäferei Reinhard Egert aus Plau am See. Insbesondere der Einsatz der Ziegen hat sich positiv auf den Verbiss, vor allem von konkurrierenden Baumarten, bemerkbar gemacht.



02.05.2007
Am 3. April 2007 wurde das Kuratorium für die 5. Legislaturperiode (4. Kuratorium der Stiftung) durch den Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Herrn Dr. Till Backhaus, berufen. Die Mitglieder sind namentlich hier zu finden.
12.10.2006
Die letzte Führung in diesem Jahr brachte eine große Besuchergruppe in den Genuss, das Renaturierungsprojekt im Polder Rustow-Randow bei Loitz genauer kennenzulernen. Im Anzeigenkurier Nr. 40 für Demmin, Malchin und Teterow erschien am 5. Oktober 2006 dazu folgender Artikel. 
Ein weiterer Artikel über die Gebiete der zwei letzten Führungen 2006 erschien in der Zeitschrift Mecklenburg 7/8 2006. 
Die Mitarbeiter der Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern bedanken sich für die Teilnahme an den Führungen 2006 und das Interesse an der Arbeit der Stiftung. Wir hoffen, dass die Führungen allen Besuchern gefallen haben und Sie auch im nächsten Jahr wieder dabei sind. Für Anregungen setzen Sie sich bitte unter Kontakt mit uns in Verbindung.
24.07.2006
Die ersten beiden Führungen dieses Jahres der Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern stießen auf reges Interesse bei der naturverbundenen Bevölkerung.
Am 10. Juni ging es bei bestem Wetter mit ca. 20 Personen in die Grünzer Berge (nahe der A 11, Abfahrt Schmölln), deren wertvolle Trockenhänge Lebensraum einer Vielzahl charakteristischer, gefährdeter und geschützter Tier- und Pflanzenarten ist. Vorbei an den Resten einer militärischen Anlage, die von Fledermäusen zum Winterschlaf genutzt wird, …
… und an den in mühevoller Handarbeit aus abgestorbenen Bäumen gestalteten Baumfiguren ...
… zeigten noch die Ziegen ihre wertvolle Arbeit zur Erhaltung und Entwicklung der Natur dieses Gebiets.
Am 17. Juni ging es dann unter dem Motto „Ein Polder blüht“ auf Entdeckungstour in den Polder Rehhagen im NSG „Altwarper Binnendünen, Neuwarper See und Riether Werder“. Die Orchideenvielfalt dieses Gebiets stieß auf großes Interesse unter den „Entdeckern“. Selbst der Umweltminister Prof. Dr. Methling, der die Schirmherrschaft für die Entdeckungstouren der Stiftung übernommen hat, ließ es sich nicht nehmen, den Ausführungen über diese besonderen Pflanzen zu folgen.
Nicht umsonst küren die Arbeitskreise Heimische Orchideen (AHO) seit 18 Jahren die Orchidee des Jahres.
Schließlich konnten sogar in unmittelbarer Nähe ein junges Dammwild und andere seltene „Bewohner“ des Refugiums beobachtet werden.
Ein kurzer Bericht über die Gebiete, zu denen die ersten beiden Wanderungen des Jahres 2006 führten, erschien in der Zeitschrift "Mecklenburg", Ausgabe Nr. 05/2006. Diesen finden Sie als pdf-Datei hier.
07.06.2006
Naturschutzgedanke eint die Menschen
Jäger, Reiter, Angler und Hundesportler verbrachten ihre Osterfreizeit für den Naturschutz
Fleißige Helfer starteten zur Osterzeit eine ehrenamtliche Pflanzaktion in Stuer/Rogeez, um die Artenvielfalt der Flora und Fauna im Müritzkreis zu erhalten. Den Presseartikel aus der Zeitschrift "Weidwerk in Mecklenburg-Vorpommern" Nr. 6/2006 als pdf-Datei finden Sie hier.
24.04.2006
Streuobstwiese Teterow – „Doktorgarten“
Die Streuobstwiese wurde vor dem 1. Weltkrieg durch den ehemaligen Teterower Bürgermeister, Herrn Dr. Franz von Pentz, angelegt. Daher trägt die Wiese auch den Namen „Doktorgarten“. Sie befindet sich im Stadtrandgebiet von Teterow. Die 2,9 ha große Obstwiese wurde ehemals extensiv, in Form einer jährlichen Mahd, genutzt. Einige der darauf befindlichen mittel- und hochstämmigen Obstbäume sind wahrscheinlich ca. 90 Jahre alt und reich an Stammhöhlen. 1992 wurde sie als „Obstbaumplantage Bornmühlenweg“ zum geschützten Landschaftsbestandteil (GLB) ernannt.
Der ehemalige Eigentümer der Wiese, Herr Walter Wels, verkaufte am 23. Januar 2006 diese wichtige Naturschutzfläche an die Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern. Der Naturpark sowie der Förderverein Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See e. V. haben sich bereit erklärt, im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Pflege der Streuobstwiese zu unterstützen und sie im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildungsaktionen zu nutzen.
Weitere Informationen zu dieser Fläche finden Sie hier:
28.02.2006
Jahr des Waldes
In diesem Jahr findet das 300. Jubiläum der Forst in Mecklenburg-Vropommern statt. Mecklenburg-Vorpommern hat somit eine der ältesten Forstverwaltungen der Bundesrepublik.
Hintergrund: Am 29.04.1706 wurde von Friedrich Wilhelm, Herzog von Mecklenburg-Schwerin, eine Forstordnung zur Entwicklung des Waldes verabschiedet. Diese Regelungen zur Bewirtschaftung und zum Schutz des Waldes wurden notwendig, um den Holzeinschlag ohne Aufforstung zu unterbinden. Besonders in der Nähe von Ortschaften kam es zu starken Waldplünderungen, die zu einer akuten Holznot führten. Die Forstordnung war eines der ersten umfassenden Gesetze der deutschen Staaten.
Etwa 23 Prozent des Landes Mecklenburg-Vorpommern sind mit Wald bedeckt. Das sind rund 503.000 Hektar, die im Vergleich bundesweit die geringsten Waldschäden aufweisen. Pro Jahr wächst der Wald in unserem Bundesland um etwa 600 Hektar durch Aufforstungen. Mecklenburg-Vorpommern ist nach Schleswig-Holstein das waldärmste Flächenland in der Bundesrepublik.
Am 25. März 2006 findet hierzu eine feierliche Auftakt-Festveranstaltung in Schwerin statt. Von den Forstämtern und Revierförstereien des Landes werden mehr als 150 Veranstaltungen angeboten, bei denen alle Bürger viel Wissenswertes und Interessantes über den Wald erfahren können.
Veranstaltungen finden Sie unter www.treffpunktwald.de.
09.01.2006
Entdeckungstouren 2006
Zum zweiten Mal bietet die Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V für Naturliebhaber kostenlose, geführte Wanderungen auf stiftungseigene Flächen an. Schirmmherr dieser Touren ist der Umweltminister M-V, Herr Prof. Dr. Methling. Lernen Sie so ein Stück erhaltene Natur und die interessanten Aufgaben der Stiftung kennen.
Die Touren in diesem Jahr führen Sie am Samstag, 10. Juni in das Natuschutzgebiet Grünzer Berge/Schwarze Berge, am Samstag, 17. Juni in das Naturschutzgebiet Altwarper Binnendünen , am Samstag, 9. September in die Kreptitzer Heide und am Samstag, 30. September zum Polder Rustow-Randow. Weitere Informationen finden Sie unter "Veranstaltungen".
05.10.2005
Kraniche vor der Haustür
Letzte Entdeckungstour der Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V 2005
Foto: Walter Thiel
Nicht weit von Schwerin, in den Langenhägener Seewiesen bei Goldberg sammeln sich allabendlich wieder mehrere Hundert Kraniche für die Nacht. Hierhin hat auch die vierte Entdeckungstour der Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern am Samstag, dem 1.Oktober 2005, geführt.
Trotz starken Regens fanden doch eine Reihe wetterfester, interessierter Entdeckerinnen und Entdecker den Weg zur Naturkontaktstation an den Seewiesen in Langenhagen. Hier wurden sie von Reimund Pinkernelle, dem Leiter der Station, und zwei Vertretern der Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern mit heißem Kaffee begrüßt. In der Station gab zuerst ein spannender Film tiefen Einblick in das Leben der Kraniche, vom kleinen, braunen Küken bis zum internationalen Langstreckenflieger.
Anschließend ging es trotz weiterhin feuchter Wetterlage zu Fuß um den See zum Beobachtungshäuschen am Ortseingang von Langenhagen, einem hervorragenden Platz, um die Kraniche von allen Seiten einfliegen zu sehen, mal zu zweit, mal in größeren Gruppen. Ein Herbsterlebnis der besonderen Art, das noch von einer Fischottersichtung abgerundet wurde. So ging eine erlebnisreiche Entdeckungstour zu Ende, die letzte in diesem Jahr.
Auch nächstes Jahr wird die Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V wieder neue Touren in interessante Naturräume anbieten. Vielleicht werden Sie neu oder wieder zum Entdecker in der abwechslungsreichen Natur Mecklenburg-Vorpommerns? Informationen erhalten Sie ab Januar 2006 auf der Internetseite der Stiftung: www.stiftung-naturschutz-mv.de.
06.09.2005
Wanderung durch ein lebendes Stück Geschichte
Dass dieser Wald anders aussah, fiel den knapp 20 Exkursionsteilneh-mern gleich ins Auge. Kein Wunder, denn die dritte Entdeckungstour der Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern am vergangenen Samstag, den 3. September ging in den Jassewitzer Busch bei Wismar.
Bei diesem lichtdurchfluteten Stück Wald handelt es sich um einen der letzten noch in der Bundesrepublik erhaltenen Kopfhainbuchenbestände. „Am bekanntesten ist die Weide als Kopfbaum. Meist stehen diese geschnittenen Bäume am Rand von Feldern und kleinen Bächen. Früher wurden aber auch Hainbuchen regelmäßig ‚geköpft’, das ist heute jedoch kaum noch bekannt.“, erläuterte Förster Faß den interessierten Zuhörer-innen und Zuhörern.
Meist wurde diese historische Waldwirtschaftsform von Kleinbauern betrieben, da sie ihnen die Möglichkeit bot, die Fläche doppelt zu nutzen. Zum einen zur Holzproduktion, denn das gewonnene Holz diente als Brennstoff oder wurde zu Deichseln und Speichen verarbeitet. Zum anderen erreichte aufgrund der Rückschnitte auch mehr Licht den Wald-boden, so dass sich dort eine dichte Krautschicht entwickelte. Diese konnte dann vom Vieh ungehindert abgeweidet werden. Die Köpfung der Bäume auf ca. 2 m Höhe ermöglichte es zum Beispiel Kühen, sich ungehindert unter den Kopfbäumen zu bewegen und schützte auch die frischen Austriebe der Hainbuchen vor Verbissschäden. Darüber hinaus fand das frische Laub als Viehfutter und Stalleinstreu Verwendung.
Neben den vielen „geköpften“ Hainbuchen gab es auf der Rundtour auch eine kleine Baumgruppe nicht zurückgeschnittener, ehemaliger Kopf-bäume zu sehen, die Michael Steigmann, Geschäftsführer des Natur- und Heimatvereins Nord-West-Mecklenburg, eingehend erläuterte. Denn mit zunehmender Nutzung fossiler Brennstoffe wurde diese arbeitsauf-wendige Form der Waldwirtschaft immer unattraktiver und schließlich ganz eingestellt. So blieb der Jassewitzer Busch jahrzehntelang unbewirtschaftet und die Äste der heute meist über 200 Jahre alten Hainbuchen wuchsen zu einer überdimensionalen Kopflast heran.
Um den Bestand zu retten, wurden die Hainbuchen zwischen 1995 und 2001 erstmals wieder „geköpft“. Und im Juni 2001 wurde der „Jassewitzer Busch“ als kulturhistorische Bewirtschaftungsform zum ersten Schutzwald Mecklenburg-Vorpommerns erklärt.
Bei schönstem Sonnenschein ging die zweistündige, interessante Tour vergnügt zu Ende, nicht ohne dass Förster Faß die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu einlud, den Wald im Winter noch einmal zu besuchen: „Denn gerade ohne Laub sind die alten, gewundenen und zum Teil hohlen Stämme besonders reizvoll.“ Dies gilt nicht nur für Fotographen, sondern erklärt auch, warum der Jassewitzer Busch den Beinamen Märchenwald trägt. Man kann mit etwas Phantasie Gesichter und ganze Figuren erkennen.
30.06.2005
Auf Biber-Entdeckungstour im Warnowtal bei Karnin
Die doch recht überschaubare Gruppe der Interessierten, die sich am 25. Juni trotz des vorausgehenden Regens an der Naturschutzstation Karnin um 15 Uhr eingefunden hat, wurde herzlich durch die Vorstands-vorsitzende der Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern, Christel Deichmann, begrüßt. Sie erläuterte kurz, dass die Stiftung als Landesstiftung die Aufgabe hat, besonders wertvolle Flächen für den Naturschutz im Land zu sichern, um sie für kommende Generationen zu erhalten. Darüber hinaus ist die Stiftung aber auch bemüht, diese Flächen für Anwohner, Naturliebhaber und Interessierte zugänglich und erlebbar zu machen.
Die 2. Wanderung der Stiftung führte die Teilnehmer entlang und über die Warnow sowie um das Mühlenmoor, welches zu den Kesselmooren zählt. Der Leiter des Naturparks Sternberger Seenland, Volker Brandt, erläuterte spannend die Tücken eines Kesselmoores ebenso wie die Geschichte der ehemaligen Wassermühle, an deren Resten die Wanderung vorbeiging.
Neben der reichen Blütenpracht der sandigen Trockenrasen stand besonders der Biber im Mittelpunkt. So wurde eine Biberburg besichtigt, Fraßspuren gezeigt und erläutert, warum der Biber hier eigentlich aus der Elbe stammt. Am Ende der 2 ½-stündigen Rundtour belohnte sogar die Sonne die Angereisten, die viele interessante Details über die Natur und die Geschichte im Warnowtal bei Karnin mit nach Hause nehmen.
Kommen Sie doch auch einfach mal mit und werden zum Entdecker bei der nächsten Tour am Samstag, den 3. September im Märchenwald Jassewitzer Busch. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Ortseingang Jamel bei Gressow (Nähe Wismar). Weitere Informationen zu dieser oder den anderen Entdeckungstouren finden Sie unter der Rubrik Veranstaltungen auf der Internetseite.
24.05.2005
Begeisterte Entdecker im Naturschutzgebiet Grambower Moor
Zuerst sind die kleinen, roten Rosetten auf dem dunklen Moorboden kaum aufgefallen. Aber bei genauerem Hinsehen entpuppten sich diese als junge, insektenfressende Sonnentaupflanzen. Dies war nur eine Besonderheit der ersten Entdeckungstour der Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern am vergangenen Samstag ins Grambower Moor.
Insgesamt 35 Interessierte jeden Alters, von der Elbe bis zum Müritzkreis, hatten sich um 15 Uhr am Treffpunkt südlich von Grambow eingefunden. Dort wurden sie herzlich von der Geschäftsführerin der Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern, Katja Häuser, begrüßt. Sie erläuterte, dass die Stiftung als Landesstiftung die Aufgabe hat, besonders wertvolle Flächen für den Naturschutz im Land zu sichern, um sie für kommende Generationen zu erhalten. Darüber hinaus ist die Stiftung aber auch bemüht diese Flächen für Anwohner, Naturliebhaber und interessierte zugänglich und erlebbar zu machen.
Dank der Erläuterungen von Klaus Schlüter vom Förderverein Grambower Moor erfuhren die Teilnehmer viel über die abwechslungsreiche Geschichte des Moores mit Torfabbau, Glashütte und Landwirtschaft. Vom Großen ging es ins Kleine, und auch dort hielt das Moor so manche Überraschung bereit. „Es erinnert ein bisschen an Baumwolle“, bemerkte ein Teilnehmer beim Anblick der weiß getupften Wollgrasflächen und der Geruch des Sumpfporst, verdeutlichte sehr gut, warum die Pflanze einst als Mottenmittel Verwendung fand.
Ein Kranich wurde gesichtet und bei strahlender Sonne endete die zweistündige Rundtour, ohne dass ein Tropfen trotz vieler Wolken gefallen war.
„Beim nächsten Mal bin ich wieder dabei!“, verkündete eine begeisterte Teilnehmerin. Kommen Sie doch einfach auch mit und werden zum Entdecker bei der nächsten Tour am Samstag, den 25. Juni im Warnowtal bei Karnin, nahe Kleefeld östlich des Schweriner Sees. Der Treffpunkt ist um 15 Uhr die Naturschutzstation Karnin. Weitere Informationen zu dieser oder den anderen Entdeckungstouren finden Sie unter der Rubrik Veranstaltungen.

04.04.2005
Entdeckungstouren 2005
Erstmalig in diesem Jahr bietet die Stiftung Umwelt- und Naturschutz M-V für Naturliebhaber kostenlose, geführte Wanderungen auf stiftungseigene Flächen an. Schirmmherr dieser Touren ist der Umweltminister M-V, Herr Prof. Dr. Methling. Lernen Sie so ein Stück erhaltene Natur und die interessanten Aufgaben der Stiftung kennen.
Die Touren in diesem Jahr führen Sie am Samstag, 21. Mai ins Grambower Moor, westlich von Schwerin, am Samstag, 25. Juni zum Warnowtal bei Karnin, am Samstag, 3. September in den Jassewitzer Busch bei Jamel und am Samstag, 1. Oktober in die Langenhägener Seewiesen. Weitere Informationen finden Sie unter "Veranstaltungen".
24.02.2005
Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen
Seit dem 01.01.2005 ist die Stiftung Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen und genießt damit viele Vorteile. Der Bundesverband ist Interessenvertreter und Dienstleister für Stiftungen in ganz Deutschland und trägt zur Förderung des Stiftungsgedankens bei. Als Mitglied erhält die Stiftung nun regelmäßig Mitteilungen über Entwicklungen und Neuigkeiten im Stiftungswesen, Beratung in stiftungsrelevanten Fragen und hat die Möglichkeit zur Teilnahme an speziellen Tagungen. Somit kann die Stiftung ihre Ziele noch effektiver verfolgen und umsetzen.
18.02.2005
Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern stellt sich vor
1. Stiftungstag Mecklenburg-Vorpommern
Am Sonnabend, dem 19.02.2005 findet der 1. Stiftungstag unseres Landes zum Thema „Zukunft stiften – Stiftungen für Mecklenburg-Vorpommern“ statt. Unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Dr. Harald Ringstorff soll das bürgerliche Engagement gefördert werden. Auch die Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern trägt auf dieser Veranstaltung ihren Teil zum Erfahrungsaustausch zwischen Stiftungen verschiedenster Bereiche bei. Ihr Ziel ist es, neue Ideen und Ratschläge mitzunehmen und auf die Arbeit der Stiftung zu übertragen, um die Öffentlichkeit mehr für ein eigenes Handeln zum Schutz unserer Natur zu begeistern. Hierzu präsentiert sich die Stiftung im Hauptgebäude der Universität Rostock mit einer Ausstellung und einem Informationsstand.
Möchten auch Sie sich für die Natur unseres Landes stark machen? Die Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern freut sich ab 13:00 Uhr über Ihren Besuch in Rostock, Universitätsplatz 1, und beantwortet gern Ihre Fragen zu den Aufgaben und Zielen oder zu Projekten auf Stiftungsflächen aus ihrer 10-jährigen Tätigkeit.
01.11.2004
10 Wildobstbäume gepflanzt
Ab dem 2. November 2004 schmücken 10 Wildobstbäume den Weg zwischen Rogeez und der Aussichtskanzel und laden zum Verweilen in der Natur ein. Um 13:00 Uhr werden im Beisein des Vorstandes der Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern, des Präsidenten des Landesjagdverbandes sowie der Bürgermeister von Rogeez und Stuer 5 Wildäpfel- und 5 Wildbirnen-Bäume auf der stiftungseigenen Fläche gepflanzt. Die 10 Wildobstbäume wurden der Stiftung in Form eines Gutscheines zu ihrem 10-jährigen Bestehen am 30. Juni 2004 vom Landesjagdverband überreicht. Die Arbeits- und Ausbildungsinitiative Röbel e. V. (BAB) wird sich um die Pflege der Bäume kümmern.

31.07.2004
Erfüllung des „Umweltvertrags“
Am 31.07.2004 fand in Kratzeburg die Unterzeichnung einer Vereinbarung mit der BUNDjugend, der Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern und dem Nationalparkamt Müritz unter der Schirmherrschaft des Umweltministers Mecklenburg-Vorpommern statt. Darin verpflichtete sich die Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern zum Erwerb einer Naturfläche im Müritz Nationalpark in der Größe der von ca. 100 Jugendlichen im „Eine-Erde-Sommercamp 2004“ eingesparten Fläche, um diese langfristig für den Naturschutz zu erhalten und zu entwickeln.
Die Idee für dieses von der BUNDjugend veranstaltete, einwöchige Camp entstand aus der Überlegung heraus, dass man bei Übertragung des sorglosen Umgangs der deutschen Bevölkerung mit den begrenzt vorhandenen Ressourcen auf die gesamte Menschheit 2 ½ Erden bräuchte. Ziel war es, den Flächenverbrauch jedes Einzelnen soweit wie möglich zu reduzieren, um mit der einen Erde auszukommen. Am Ende des Camps wurden die durch eine umweltschonendere Lebensweise eingesparten Mengen an Wasser, Strom, Müll, Nahrung usw. mittels „Ökologischen Fußabdruck“ in Naturfläche umgerechnet, die ansonsten für die Herstellung von Gütern für den Mehrverbrauch genutzt worden wäre. Im Ergebnis dieser Aktion wurde ein Areal von 5,3 Hektar ermittelt.
Am 9. Oktober 2004 findet nun die gemeinsame Besichtigung dieser Fläche im Müritz Nationalpark statt, die die Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern zur Erfüllung der Vereinbarung käuflich erworben hat. Zum krönenden Abschluss des erfolgreichen Camps wird in Anwesenheit der Vertragspartner auf dieser Fläche ein Hinweisschild für die Besucher des Nationalparks aufgestellt, welches das Zustandekommen dieses doch recht ungewöhnlichen Flächenkaufs erläutert und zum Nachdenken und bewussten Handeln anregen soll. Die Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern als neuer Eigentümer, das Nationalparkamt als Untere Naturschutzbehörde sowie die Landhöfe Kargow-Waren GmbH als Landschaftspfleger bieten zusammen die Gewähr dafür, dass die naturschutzfachlichen Verpflichtungen auf dieser Fläche langfristig eingehalten werden.

In fast allen Bundesländern gibt es eine Naturschutzstiftung, die sich für den Erhalt und die Entwicklung unserer Natur einsetzt. Die erste wurde 1976 ins Leben gerufen. Seit Juni 1994 wirkt auch in Mecklenburg-Vorpommern die Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich in der Umsetzung vielschichtiger Ziele und Aufgaben des Naturschutzes im Lande mit. Die Hauptaufgabe besteht dabei im Erwerb und in der Pflege von bedeutsamen Naturschutzflächen im Land zur Renaturierung oder Erhaltung der Lebensräume. Im Juli 1995 konnte der erste Flächenkaufvertrag abgeschlossen werden: 162 Hektar am Stück im Naturschutzgebiet „Grambower Moor“.
Heute, nach 10 Jahren Stiftungsarbeit, befinden sich im Eigentum der Stiftung Naturschutzflächen von rund 3.689 Hektar an 57 Standorten unseres Bundeslandes. Beispielhaft genannt seien hier die Stiftungsflächen im Müritz-Nationalpark, auf der Insel Kirr im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, in den Naturschutzgebieten „Grambower Moor“, „Langenhägener Seewiesen“ und „Galenbecker See“, im Landschaftsschutzgebiet „Stuer/Rogeez“ sowie in fünf Moorschutzprojekten im Bereich der Flüsse Recknitz, Trebel und Peene. Außerdem werden mit Erträgen des vom Land auf die Stiftung übertragenen „Heidepflegefonds“ im Großraum Schwerin fünf ehemals militärisch genutzte Heideflächen in einer Größe von 221 Hektar renaturiert und dauerhaft gepflegt. Aber auch die Förderung der Naturschutzarbeit Dritter im Lande kommt dabei nicht zu kurz. Von 66 beantragten Naturschutzprojekten konnten bislang 22 mit Mitteln der Stiftung auf Grundlage ihrer Förderrichtlinie unterstützt werden. Eingesetzt wurde das Geld unter anderem für das Anlegen von Naturlehrpfaden, für Schautafeln, Ausstellungen und Tagungen.
Das Ergebnis zeigt, dass sich die Stiftung im vergangenen Jahrzehnt zu einem wichtigen Instrument der Umwelt- und Naturschutzpolitik des Landes Mecklenburg-Vorpommern entwickelt hat. Die Erfolge sind jedoch kein Grund dafür, sich auf dem Erreichten auszuruhen. Denn auch in den kommenden Jahrzehnten stehen für die Stiftung die Unterstützung der Naturschutzprogramme des Landes und damit die Sicherung von Naturschutzflächen an erster Stelle. Bis zum Ende der Förderperiode des Moorschutzprogramms 2006 ist geplant, jährlich weitere ca. 1.000 Hektar Moorflächen in Stiftungseigentum zu überführen. Und bis zum Jahre 2010 strebt die Stiftung das Anwachsen der Stiftungsflächen auf ca. 10.000 Hektar an. Das entspräche knapp 1 % der Naturschutzflächen im Land.
Am 30.06.2004 werden ab 18:00 Uhr viele geladene Gäste in der Orangerie des Schweriner Schlosses die erfolgreiche Arbeit der Stiftung würdigen. Für die langjährige positive Zusammenarbeit, welche auch in den kommenden Jahren Bestand haben soll, bedankt sich die Stiftung bei allen Mitstreitern.
Auch in diesem Jahr hat das Magazin GEO zum „GEO-Tag der Artenvielfalt“, zur größten Feldforschungsaktion in Mitteleuropa, aufgerufen. Seit 1999 organisiert das Magazin GEO mit einem Partner einmal jährlich die Zentralveranstaltung, die in diesem Jahr in Tirol und Südtirol stattfindet. Ziel dieser Expedition ist eine Bestandsaufnahme unserer unmittelbaren Umwelt vor unserer Haustür, wobei es nicht um Rekorde, sondern um die biologische Vielfalt von Lebewesen in ihrer natürlichen Umgebung geht.
Die Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern unterstützt zum zweiten Mal seit ihrer Errichtung als Mitveranstalter organisatorisch, personell und finanziell den „Tag der Artenvielfalt“ auf Landesebene. In Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Mecklenburg-Vorpommern, der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, der Naturparkverwaltung Mecklenburgisches Elbetal und dem Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer e. V. findet dieser am 6. Juni 2004 im GRÜNEN BAND Mecklenburg-Vorpommern/Schleswig-Holstein (Stecknitz-Delvenau-Niederung und Elbhang) statt. Neben einer umfassenden Bestandsaufnahme der Flora und Fauna, unter anderem im Naturschutzgebiet „Elbhang-Vierwald“, sollen auch Untersuchungen hinsichtlich des Artenspektrums des Fischbestandes der Elbe im Bereich Boizenburg durchgeführt werden.
Ziel und Inhalt dieses Tages stehen im Einklang mit dem Stiftungszweck, zumal die Stiftung in einem Schwerpunktbereich am GRÜNEN BAND der ehemaligen innerdeutschen Grenze selbst Naturschutzflächen im Eigentum hat - im Bereich des Naturschutzgebietes Stecknitz/Delvenau nördlich von Boizenburg. Entscheidendes Motiv für den Ankauf und damit die langjährige Verfügbarkeit dieses Gebietes für den Naturschutz war neben der Sicherung der Biotopstrukturen die Vernetzung der vorhandenen Lebensräume über die Landesgrenze hinaus mit den gegenüber liegenden Naturschutzflächen der Partnerstiftung Schleswig-Holstein.
Für interessierte Bürger findet zwischen 12:00 und 17:00 Uhr ein Rahmenprogramm auf dem Gelände der Naturparkverwaltung Mecklenburgisches Elbetal, Am Elbberg 20, 19258 Boizenburg statt. Es kann unter anderem an Führungen der Naturwacht in das Naturschutzgebiet „Elbhang-Vierwald“ und an Wasserexperimenten teilgenommen werden. Während der gesamten Zeit wird der Geschäftsführer der Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern an einem Informationsstand Aktiven und Besuchern die Tätigkeit der Stiftung und die stiftungseigenen Flächen vorstellen und über geförderte Naturschutzprojekte Auskunft erteilen.
Das auf Initiative des Landkreises Müritz im April 1999 begonnene Renaturierungsprojekt „Wiedervernässung der Seebecken bei Stuer und Rogeez“ ist mit dem Einsetzen der letzten Staubohle durch Umweltminister Methling am heutigen Nachmittag nunmehr abgeschlossen. Das Projekt umfasst die Wiederherstellung zweier Flachwasserseen, die bereits in den 1930er Jahren fast vollständig trocken gelegt und zu Grünland umgenutzt wurden. Die Rückführung in sein einstiges Medium und damit die Umsetzung des Projektes überhaupt erforderte, auf der gesamten Fläche einheitliche Eigentumsstrukturen herzustellen. Diese Aufgabe übernahm die Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern. Über 70 Bodeneigentümern wurden Kaufanträge für ihre Grenzertragsstandorte unterbreitet und nach Zustimmung Notarverträge abgeschlossen. 232 Hektar Land konnten durch die Stiftung aus eigenen und weiteren Mitteln aus Ausgleichs- und Ersatzgeldern angekauft werden. Maßgebend für die jetzt vorfristige Fertigstellung ist die reibungslose Zusammenarbeit mit den Gemeinden Stuer und Rogeez, dem Landkreis Müritz, dem Wasser-und Bodenverband, dem Staatlichen Amt für Umwelt und Natur Lübz und dem Umweltministerium des Landes. Das erreichte Ergebnis ist bereits jetzt beachtlich: Entstanden ist eines der größten Rückzugsräume und Nahrungsreviere für bedrohte Vogelarten - deren Vielfalt sich von 40 auf gut 120 Arten erhöhte - und zugleich ein bedeutendes Rastgebiete für Zugvögel.
Anlässlich der Fertigstellung des Projektes erklärte Christel Deichmann, Vorstandsvorsitzende der Stiftung, vor den zahlreich erschienenen Gästen und Interessierten: „Mit dem Vorhaben bestätigen wir einerseits den Stiftungszweck und andererseits unsere Leistungsfähigkeit. Besonders erfreut bin ich über die große Resonanz, die das gemeinsam Geschaffene nicht nur bei Naturschützern gefunden hat. An weiteren Renaturierungsprojekten ist bzw. wird sich die Stiftung deshalb im Rahmen der verfügbaren finanziellen Möglichkeiten in gleicher Weise beteiligen.“